
Wissen oder Glauben ?
Wie wär’s mal wieder mit etwas Philosophie – oder sagen wir Gedanken machen?
Ernsthaft, ich möchte über die beiden Begriffe aus dem Titel sprechen. Ich denke, dass sie wichtig sind, sowohl die Worte als auch deren Bedeutung.
Wie ich meine geht es hier bereits los. Für jeden von uns bedeuten diese Begriffe etwas anderes, zumindest nicht das Gleiche. Und da ich gerne mehr über meine „Denke“ erzählen möchte, gebe ich mein Bestes dieses „Konstrukt“ in meinem Kopf zu erläutern. Vielleicht kann ich ja den Einen oder Anderen dazu bewegen darüber einmal selbst zu sinnieren.
Ich hoffe Ihr stimmt mir zu wenn ich sage, als Kind brauchten wir kein Wissen, wir machten uns keine Gedanken darüber, was wir glauben. Wir waren draußen und spielten und ließen uns einfach intuitiv leiten. Bis wir dann in den Kindergarten „durften“. Aber lassen wir den KiGa nochmal außen vor, da gibt es ja noch Unterschiede.
Die Schule, dort jedenfalls begann es – unser Wissen. Wir bekamen es – eingebleut, wiederholt und auswendig gelernt, schön mit Druck über die Noten. Die waren ja wichtig, nicht das was wir gelernt haben, sondern die Noten, ohne die warst Du verloren.
Also gute Noten meine ich, auch das glaubten wir damals.
Wir wissen heute also das was wir den Lehrern geglaubt haben und nicht das was wir selbst erlebt, erkundet, ausprobiert oder erfahren haben. Ich muss da gleich wieder an die Vera denken, Birkenbihl, kennt Ihr bestimmt. Sie sagte, dass 98% der Kinder hochbegabt zur Welt kommen – und wenn die Schule mit ihnen fertig ist – haben wir 100% Pfosten. Aber genug zum Schulsystem.
Wissen oder Glauben, richtig?
Wir glauben zu wissen, dass wir wissen was wir glauben? Ich sage das eine kommt mit dem Anderen, eins alleine geht nicht. Was ich weiß muss ich auch glauben sonst funktioniert das Spiel nicht, oder?
Mir fiel dieser Gedanke ein auf meinem Weg zu neuem „Wissen“. Indem ich meine bisherigen Glaubenssätze wegwarf und neue Ansätze zuließ, kamen automatisch neue Denkweisen nur heute basieren die auf Offenheit, gesunder Skepsis und auch auf Antworten zu Fragen, die ich bis dato unbeantwortet waren. Ich gebe auch zu, dass ich – ich wiederhole mich, ich weiß – auf meinem neuen Weg ALLES, wirklich alles in Frage gestellt habe.
Und wisst Ihr was? Zu Recht! Es gibt so viele Dinge die wir im Laufe der Jahre einfach hingenommen haben und man findet auf seiner Suche heraus, Einiges von diesem sogenannten Wissen, das man uns durch Wiederholung weis machte, ist sogar frei erfunden! Diese Behauptung stelle ich hier mal auf!
Gerne lasst Ihr einen Kommentar da, vielleicht ergibt sich ja eine konstruktive oder gar philosophische Debatte ?
Liebe Grüße Florian

